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So ſehr Chriſtian ſchon an die Treuherzigkeiten der jungen Frau gewöhnt war, dieſe verurſachte ihm eine Verlegenheit.
Er lächelte.
„Ei!“ ſagte er,„er überlieferte Sie dem Prin⸗ m
„Um ſeine Frau zu ſein, nicht wahr?“ fragte ſie, ohne ihre ſchönen Augen niederzuſchlagen, was andeutete, daß ſie keinen Gedanken unter dieſem Aus⸗ drucke verbarg.
„Ja, um ſeine Frau zu ſein,“ wiederholte Chriſtian.
„Nun, und dann? Der Herr Graf von Artvis würde mein Mann während der ganzen Finſterniß geweſen ſein, hätte eine Finſterniß ſtattgefunden?“
„Ach! gewiß!“ ſeufzte der junge Mann.
„Gut! doch ſobald es Tag geworden, hätte ich
wohl geſehen, daß es nicht Auger war, der ſich bei
mir befand, und dann konnte der Herr Graf von Artvis nicht mehr mein Mann ſein. Wozu hätte alſo genützt, was Herr Auger gethan?“
Chriſtian faltete die Hände vor dieſer ſeltſamen Unſchuld.
„Mein Gott! Ingénue,“ ſagte er,„ich bitte Sie
um des Himmelswillen, befragen Sie mich nicht ſo.“ „Und warum nicht?“ „Weil Sie die Begierde der Leute entflammen.“ „In wie fern?“ „In ſo fern jeder Mann, der Sie ſo ſprechen hörte, Sie würde lehren wollen, was Sie nicht wiſſen.“
Und da ſie unter dem dichteſten Schatten allein
.
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lic
me
ich ſag


