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den Herrn Grafen von Artvis, der ſich mir als ein
uneigennütziger Beſchützer angeboten hatte und noch
an demſelben Abend, als er mich verließ, zu einem Menſchen ſagte:„„Liefere mir dieſe Frau, ich will ſie haben!““— getäuſcht durch dieſen Auger, der ſeine Bekehrung verkündigte und mein Gatte wer⸗ dend keinen andern Zweck hatte als den, irgend ein ſchändliches Verſprechen, das er dem Grafen gemacht, zu erfüllen!— kurz, immer getäuſcht!... Und ich habe in meinem ganzen Leben nur vier Männer ge⸗ kannt: meinen Vater, Sie, den Herrn Grafen von Artois und dieſen Schändlichen, und alle Vier haben mich getäuſcht.“
„Theurer Engel!“ entgegnete Chriſtian mit einem Lächeln,„Sie haben Unrecht, den Namen Mann den vier Perſonen, die Sie genannt, zu geben: der Eine iſt Ihr Vater, und folglich iſt das kein Mann für Sie; der Andere iſt ein Prinz, und er iſt über den Männern; der Dritte iſt, wie Sie geſagt haben, ein Schändlicher, und er iſt unter denſelben; der Letzte iſt Ihr Geliebter, und dieſer iſt auch kein Mann.“
„Aber,“ fragte Ingénue mit einer unruhigen Neugierde, indem ſie ſich Chriſtian näherte,„was für eine Tollheit war das von dem Flenden? Er⸗ klären Sie mir dies?“
„Was ſoll ich Ihnen erklären, Ingénue?“
gab mich dem Herrn Grafen von Artvis?“
„Doch warum gab er mich ihm?“
„Wie ſo?“
„Da ich den Prinzen nicht liebte.“


