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„Ihrem Manne gefallen,“ vollendete Chriſtian, einen beſonderen Nachdruck auf das Wort legend.
Ingénue erröthete.
„Nun wohl, im Ernſte zu reden,“ ſagte Chriſtian: „können Sie ſich an einen Mann gefeſſelt glauben, deſſen Namen Sie aus Ekel nicht auszuſprechen ver⸗ mögen?“
„Ich bin gefeſſelt, nicht an dieſen Mann, ſondern an Gvott, der meinen Schwur gehört hat.“
„Gott löſt im Himmel Alles, was auf Erden ſchlecht gebunden iſt.“
„Nein, nein, Sie irren ſich, mein Herr.“
„Ingénue, Sie ſind nicht an dieſen Schuft ver⸗ heirathet, das iſt unmöglich!“
„An wen bin ich aber dann verheirathet?“
„An den, der Sie liebt.“
„Nein, nein; das ſind nur Spitzfindigkeiten! Das Uebel iſt geſchehen: ich werde es muthig er⸗ dulden.“
„Ich vermöchte Sie nicht ſo ſprechen zu hören: Sie können mir nicht ſagen, Sie ſeien die Frau eines Mannes, der Sie in Ihrer Hochzeitnacht ver⸗ kauft hat; eines Mannes, den ich tödten würde, wäre ſeine ſchändliche Berechnung nicht durch den Zufall vereitelt worden; eines Mannes, von dem Sie das erſte das beſte Gericht trennen müßte, würde Sie die Furcht vor dem Scandal nicht ab⸗ halten, zu ſprechen! Wahrhaftig, Ingénue, Sie ſind nicht verheirathet, oder dann bin ich es auch, und es gibt auf Erden weder mehr Redlichkeit, noch Ge⸗ rechtigkeit, noch eine Hoffnung auf Gott zu ſetzen.“
Chriſtian hatte mit ſolcher Heftigkeit geſprochen,


