Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
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ſich vor mehreren Jahren ereignet hat, noch ein friſcher Schmerz ſür die Stammgäſte vom Jardin du Roi unſerer Tage iſt. Sie war nicht nur nicht da, ſondern die Gelehrten, dieſe großen Leugner aller Dinge, leugneten die Giraffe und ſetzten den Kamelo⸗ parden unter die Zahl der fabelhaften Thiere von Herodot und Plinius, wie den Greif, das Einhorn und den Baſilisk.

Es fanden ſich weniger Neugierige, Beſucher und Spaziergänger im Jardin du Roi von jener Zeit ein, als man im Jardin des Plantes unſerer Tage trifft.

Vom Morgen des beſeligenden Tages, der zwei Liebende wiedervereinigen ſollte, fiel einer von den hübſchen, kleinen, zarten Regen, welche die Müßig⸗ gänger verhindern, die Alleen der öffentlichen Gär⸗ ten zu verſperren, glücklicher Weiſe aber nicht genügen, um die Verliebten vom Plaudern, die Jäger vom Marſchiren und die Fiſcher vom Auswerfen ihrer Angelleinen abzuhalten.

Ein reizendes Wetter im Frühling, da es um dieſe Zeit des Erwachens der Natur allen Sinnen Ausſtrömungen und Erinnerungen zuſendet; ein Wetter, das den Wohlgeruch dem Blätterwerk wie⸗ dergibt und die grünen Raſen unter dem Fuße der Wanderer aufrichtet. Ein trauriges, verdrießliches Wetter im Herbſte, da es in keiner Hinſicht an die blonde Göttin der Ernten und an die Gluth der Juliſonne erinnert, ſondern im Gegentheile die zu⸗ künftigen Trübſeligkeiten des Winters verkündigt; ein trauriges, verdrießliches Wetter, weil es die letz⸗ ten Blätter von ihren gelben Zweigen reißt und die

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