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im Winkel eines Thorweges verbergend, Auger her⸗ auskommen ſah, der mißtrauiſch rings umherſchaute.
Der Elende ging nach dem Boulevard zu und kam dann wieder zurück, um nach den Fenſtern ſeiner Frau zu ſehen und die Straße noch einmal auszu⸗ kundſchaften.
Nach dieſer zweiten Forſchung verſchwand er in der Finſterniß.
Mißtrauiſch in ſeiner Freude, wie er muthig in ſeinem Schmerze geweſen war, wollte Chriſtian noch eine Stunde warten, um genau zu wiſſen, woran er ſich zu halten habe.
Doch es waren nicht zwanzig Minuten vergan⸗ gen, da erbleichte die Lampe von Ingénue und verwandelte ſich in ein einfaches Nachtlichtchen, deſſen pläulicher Schein kaum die Vorhänge und die Schei⸗ ben färbte.
Das Kind war zu Bette gegangen; es dankte Gott und entſchlief.
Chriſtian richtete an den Himmel ſeine glühend⸗ ſten Dankſagungen und kehrte zu ſeiner Mutter zurück, die ihn ungeduldig erwartete.
„Gott ſei gelobt!“ ſagte er zu ſich ſelbſt,„ich habe eine zärtliche Freundin und eine muthige Frau, und ich werde nicht allein kämpfen, wenn ich käm⸗ pfen muß!“
Er bedurfte des Schlafes, denn er hatte ohne Unterbrechung viele Beſchwerden durchgemacht; er entſchlief, und ſein Schlaf war von ſanften Träumen begleitet: es war das erſte Mal ſeit drei Monaten, daß ihm dies begegnete.
Und in dieſen Träumen kehrten die abgelegenen,
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