Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Chriſtian ſprang vor Freude; er fühlte den ge⸗ heimnißvollen Einfluß der Liebe in dieſem doppelten Entſchluſſe, der zwei getrennte Geiſter beſeelte.

Dkſchon er ſicher war, er werde Ingénue am

andern Tage ſehen, obgleich der Brief von Ingénue für ihn einen Troſt und ein Verſprechen enthielt, gedachte Chriſtian doch über ihr Wohl zu wachen; denn nach dieſem Briefe betrachtete er die junge Frau als ihm gehörend.

Er fing vor Allem damit an, daß er ſeine Mut⸗ ter über die vom Herrn Grafen von Artvis befoh⸗ lene vorgebliche Reiſe beruhigte. Er erzählte vom huldreichen Wohlwollen des Prinzen und von ſeinen Anerbietungen für die Zukunft.

Von Ingénue und dem in Angriff genommenen Romane wurde, wohlverſtanden, kein Wort geſagt.

Seine Freude war zu groß, als daß er damit an Vorſtellungen anſtoßen, ſie an Commentaren ab⸗ nutzen wollte: alle Träume, die er in ſeinem Glücks⸗ geize machte, wollte er für ſich allein behalten.

Chriſtian hinterging die Gräfin nicht mehr als früher; nur gab ſie ſich diesmal den Anſchein, als ob ſie nichts ahnete, entſchloſſen, wie ſie es war, mit ihrem Sohne in Subtilitäten zu wetteifern.

Eine Mutter hat das Ueberwachungsrecht, wie ſie das Beaufſichtigungsrecht hat: die Ueberwachung dient ihr, um rtnmen⸗ die Beaufſichtigung, um Einhalt zu thun.

Die Gräfin organiſirte ein Syſtem von Verwah⸗ rungsmitteln für ihren Sohn.

Chriſtian ging nach der Rue du Faubourg Saint⸗ Dumas, Ingénue. I. 20