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Sie nehmen ein Jahr von Ihrem Gehalte, Sie geben es Mademoiſelle Ingénue, das heißt Madame Auger; Sie machen den Kindern von Herrn Auger Renten. Sie kehren zu Ihrer Frau Mutter zurück und hei⸗ rathen eine Dame, die ich Ihnen mit fünf bis ſechs⸗ mal hunderttauſend Livres in Reſerve halte; Sie bekommen ein Regiment, ich laſſe Sie einen Feldzug mitmachen, Sie werden das St. Ludwigs⸗Kreuz haben, und ich erhebe eines von Ihren Gütern zum Mar⸗ quiſat. Wie finden Sie, daß ich die Romane mache? Verdiente ich nicht, in die Familie Rétif einzutreten?“ ſchloß der Prinz.
Und er punktirte dieſe betäubende Tollheit mit einem herzlichen Gelächter.
Chriſtian lächelte und neigte das Haupt.
„Eure Hoheit vergißt,“ ſagte er,„daß ſie die Gnade hatte, mit einem Verliebten zu ſprechen, und die Verliebten ſind Kranke.“
„Welche nicht geheilt ſein wollen. Bei Gott! wem ſagen Sie das? Glauben Sie denn, ich habe geſcherzt? Bei meinem Leben,— abgeſehen von den drei Jahren, den Kindern, dem Ende Ihrer auf eine Heirath von fünfmal hunderttauſend Livres auslau⸗ fenden Epopöe,— ſo wahr ich ein Edelmann bin, ich habe das, was ich geſagt, gedacht, und ich würde das, was ich gedacht habe, thun, wenn ich an Ihrer Stelle wäre!“
„Nun wohl, mein Prinz,“ rief Chriſtian,„ich will es verſuchen.“
„Gut alſo!... Gehen Sie, und Gott ſtehe Ihnen bei!— der Gott Cupido, wohlverſtanden; denn was den Andern betrifft, Wetter! mit dieſem wollen wir
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