Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Erhielte ich Ihre Begnadigung und Sie begrei⸗ fen, daß, wenn Sie bei dieſem Mittel beharren, ſo mangelhaft es iſt, ich mich anheiſchig mache, dieſe Gnade durch die Vermittlung meiner Schwägerin zu erlangen, dann wird es unmöglich, daß Sie öffentlich mit einer Frau leben, deren Mann Sie getödtet, und die Witwe Auger heißen wird. Dieſe Dinge machen ſich nicht. Sie müßten nach der ita⸗ lieniſchen oder ſpaniſchen Manier Herrn Auger in einem Streite durch einen unfehlbaren Knüttel tödten laſſen; dann wollen wir, die wir ſo eben von der Moral geſprochen haben, vom Gewiſſen reden. Sie werden nicht verfolgt werden, das iſt wahr; nicht enthauptet, das iſt wahr; nicht entehrt, das iſt aber⸗

mals wahr; doch Sie werden Gewiſſensbiſſe haben;

Sie werden ſein wie Oreſtes: Sie werden Ihre Bett⸗ vorhänge ſich bewegen ſehen und mit einem Säbel unter dem Kopfkiſſen ſchlafen. Wer weiß, ob Sie nicht, ſomnambul werdend, wie die Adepten von Mes⸗ mer, in einer ſchönen Nacht Ihre Geliebte tödten, im Glauben, Sie tödten das Geſpenſt des Todten! Man hat das geſehen, ſo daß zum Beiſpiel mir, der ich bei Nacht ganz laut träume, von den Aerzten verboten worden iſt, je eine Waffe bei der Hand zu haben, wenn ich ſchlafe... Nun, was denken Sie von meiner Logik, Chriſtian? Habe ich ein Unrecht gegen Sie begangen, ſo mache ich es auf eine wü⸗ thende Art durch Schläge moraliſcher und religiöſer Beredtſamkeit wieder gut, und die Herren Fénelon, Boſſuet, Fléchier und Bourdaloue ſind ſehr kleine Theologen gegen mich!

Ach! Alles, was Sie mir bemerkt haben, iſt

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