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erſt von einer Entführung geſprochen: hiedurch be⸗ rauben Sie die Tochter ihres Vaters, den Vater ſeiner Tochter. Ich rede nicht mehr vom Aergerniß: dieſe Frage iſt zwiſchen uns erſchöpft. Ohl ſagen Sie mir nicht, der Vater Rétif werde mit Ihnen leben; ich ſchätze, thäte er das, ſo wäre es nicht gerade tugendhaft von ſeiner Seite. Sie werden mir er⸗
wiedern, dieſe Moral ſei die ſeiner Bücher, und er
könne ſich für ermächtigt halten, das zu thun, was er ſchreibe; doch geſtehen wir, und ich beſitze dort in meinen Wandſchränken einige Bände von ihm, dieſe Moral des Vaters Rétif iſt nicht die reinſte Moral. Ich habe faſt Alles geleſen, was er gemacht hat: es iſt etwas weniger geiſtreich als Crébillon Sohn, doch es iſt noch viel unanſtändiger; Sie begreifen, daß ich die Literatur unſeres Schwiegervaters nicht mißhandeln kann. Ich ſage unſer Schwieger⸗ vater, Sie verſtehen, Chriſtian, weil ich auch bei⸗ nahe ſeine Tochter geheirathet hätte.“
Und die unverſiegbare Heiterkeit des jungen Prinzen, dieſe Heiterkeit, die ihm alle Herzen erwarb, ließ ſich endlich aus.
Man war zu lange ernſt geweſen.
„Ich fahre fort,“ ſagte er.„Sie haben das Un⸗ moraliſche des erſten Mittels erkannt, welches die Entführung iſt?“
„Ach! ja.“
„Nun zur Scheidung. Die Scheidung oder Tren⸗ nung beſteht aus Chicanen, Rabuliſtereien und Wirr⸗
warren unter dem Namen von Aufſätzen. Sie laſſen einen Aufſatz drucken, in welchem Sie, um Ingénue weiß zu waſchen, ihren Mann beſchmutzen werden;
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