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mir begegnet, kaum dem gleicht, was den Menſchen begegnet.“ „Mein Herr,“ ſprach der Prinz,„ich will keine
Erklärung, ehe ich Sie mit meinem Willen bekannt
gemacht habe.“
Chriſtian glaubte ſich am Ziele der Reiſe ange⸗ kommen und hielt ſchon ſeinen Degen bereit, um ihn dem Prinzen zu übergeben.
„Mein Herr,“ fuhr der Graf von Artvis fort, der ohne Zweifel begriff, was im Geiſte des jungen Mannes vorging,„ich bin auf die beklagenswertheſte Art zu einem Irrthun durch einen meiner Diener verleitet worden! Dieſer Irrthum hat mich zu einem Schritte geführt, den ich ſehr bedaure, da er einer Frau mißfallen hat. Am Ende läßt ſich aber jeder Fehler wieder gut machen...“
„Oh! nein, Monſeigneur, nein!“ rief Chriſtian ſein Geſicht in ſeinen Händen verbergend,„leider iſt der, welchen Eure Hoheit begangen hat, nicht wieder gut zu machen?“
„Nicht wieder gut zu machen! und warum, wenn ich bitten darf?“
„Die Ehre einer Frau, Monſeigneur, iſt, wie Sie wiſſen, viel zarterer Natur, als die eines Mannes; für den Verluſt der Keuſchheit gibt es kein Mittel.“
„Ah! mein Herr,“ ſagte der Prinz Chriſtian mit einer fragenden Miene anſchauend,„in wie fern hat denn, wenn's beliebt, Madame Auger ihre Keuſch⸗ heit verloren? Wenn nicht etwa bei Ihnen!“
Chriſtian ſchaute empor.
„Wie! Monſeigneur,“ er,„eine Frau, die ihr Mann überliefert hat.


