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eine Rolle, mit der ich mich begnügen werde. Sie waren mein Kammerdiener; glücklich, mir zu gefallen, haben Sie mir den Schlüſſel einer Thüre gegeben; ich habe ihn genommen, das iſt wahr, aber, bei Gott! ich wußte nicht, daß dieſer Schlüſſel das Zim⸗ mer Ihrer Frau, das heißt eines Engels der Rein⸗ heit, öffnete. Ah! Meiſter Auger, Sie ſind nur ein Dummkopf; ich halte Sie und werde Sie nicht los⸗ laſſen, ſeien Sie ruhig!“
„Aber Sie ſtürzen mich ins Verderben, Mon⸗ ſeigneur!“
„Bei Gott! glauben Sie etwa, ich werde zwiſchen Ihnen und mir unſchlüſſig ſein?“
„Aber, Monſeigneur, ich ſchwöre Ihnen, daß es nicht meine Schuld iſt.“
„Es wäre wahrhaftig intereſſant, wenn es Ihnen gelänge, mich zu überzeugen, es ſei die meine.“
„Ich frage Eure Hoheit, wer Teufels konnte die⸗ ſen Chriſtian vorherſehen?“
„Oh!l ja, hundertmal ja, Herr Schuft, Sie muß⸗ ten ihn vorherſehen!“
„Ich?“
„Das war Ihre Aufgabe als guter Diener; denn wäre der Page, ſtatt ein wackerer Menſch zu ſein, einer von den heilloſen Schurken geweſen, welche ſpeculiren, oder einer von den Banditen, welche die Leute ausplündern, ſo hätte er mir einmal meine Börſe und dann mein Leben an einer Degenſpitze entreißen können; er hätte mich tödten können, Herr Auger! Was denken Sie hievon? Reden Sie!“
Ein Schauer durchlief alle Adern des Elenden;
er ſtellte ſich, nicht den Grafen von Artvis todt und
Dumas, Ingénue. II. 18


