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„Ei! Sie wiſſen es wohl, Doppelgeſicht! Haben Sie denn Ihre Jungfer Frau nicht geſehen?“
Der Graf von Artvis legte einen beſondern Nach⸗ druck auf das Wort Jungfer.
„Nun wohl,“ erwiederte Auger, in der Hoffnung, der Prinz wolle ſich zum Scherze herablaſſen,„nun wohl, Sie haben Recht, Monſeigneur, meine Jung⸗ fer Fraui denn meine Jungfer Frau iſt von einer ſolchen Unſchuld, daß ſie, ich bin deſſen ſicher, nicht ahnte, Sie haben etwas Anderes bei ihr zu thun, als ihr einen Beſuch zu machen; ſie warf mir nur vor, daß ich Eurer Hoheit bei ihr habe einſchleichen helfen. In der That, ſie hat mit Recht ihren Na⸗ men in der Taufe erhalten, und Ingénue iſt ein wahres Wunder von Treuherzigkeit.“
„Ja, Sie finden das reizend.“
„Monſeigneur...“
„Gut; doch Sie werden erlauben, daß ich nicht Ihrer Anſicht bin, denn ich habe meine Nacht damit zugebracht, daß ich mich von dieſem Wunder von Treuherzigkeit vor die Thüre werfen ließ.“
„Aber, Monſeigneur...“
„Schweigen Sie! Sie ſind ein Dummkopf: Sie haben mir eine Schmach auferlegt, Sie haben meine Ehre compromittirt.“
„Oh!“ ſtammelte Auger ganz zitternd,„ſollte Monſeigneur wirklich im Ernſte nehmen..„2
„Ob ich es im Ernſte nehme? Ich glaube wohl, beim Teufel!... Wie! Sie machen, daß über mei⸗ nem Haupte eine Geſchichte ſchwebt, welche mich viel⸗ leicht ſehr weit führen würde, hätte ich nicht glück⸗ licher Weiſe zu meiner Garantie Sie da, und Sie
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