Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
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mehr die Zeit, wo die Völker hoffnungslos unter dem Drucke des Adels ſeufzten; der Vorläuferwind der Revolutionen begann zu wehen; der Blitz vom 14. Juli glänzte am Horizont; der Donner vom 10. Auguſt rollte in der Ferne!

Ludwig XVI., dieſer gute, würdige König, der die Folter abgeſchafft, der die franzöſiſche Nation befreien oder vielmehr befreien laſſen ſollte, hatte ſeine Familie ſchon vom Mißbrauche der Gewalt ab⸗ gebracht.

Ermüdet durch die nächtliche Fahrt, im ſtärkſten Galopp ſeiner Pferde nach Verſailles zurückgekehrt, um im Falle eines Aergerniſſes ein Alibi zu machen, dachte alſo der junge Prinz über die Gefahr dieſer Geſchichte nach und ſuchte die Mittel, ſie zu beſchwö⸗ ren, als Auger, der freien Zutritt bei ihm hatte, die Thüre ſeines Zimmers öffnete und am Fuße ſeines Bettes erſchien.

Auger glaubte alle Verſprechungen, die er dem Prinzen gegeben, und ſogar darüber gehalten zu haben; heiter, ſtrahlend, trug daher Auger auf ſei⸗ nem Geſichte zugleich die Aufgeblaſenheit des Stolzes und die der befriedigten Servilität.

Der Prinz, als er Auger erblickte, gab ein ah! von ſich, das dieſer auf eine unbedachtſame Art ver⸗ dolmetſchte.

„Ah! da iſt Meiſter Auger!“ ſagte der Prinz.

„Der Eurer Königlichen Hoheit bewieſen zu ha⸗ ben hofft, daß ein Diener wie Zopyrus, wenn auch ſelten, doch wenigſtens nicht unfindbar iſt; nur wird Monſeigneur die Gnade haben, ſich zu erinnern, daß