ge⸗ tel, th⸗
un⸗
ihn itte
265
auf der Treppe erloſchen war, ſtand ſie auf und ſchloß ſorgfältig die Thüre; dann kam ſie zu ihrem Bette zurück, fiel vor dieſem auf die Kniee, mit Ge⸗ beten, welche Gott in der Tiefe ſeines himmliſchen Reiches rühren ſollten, und rief Chriſtian mit einer ſo ſanften Stimme, daß der Engel ihrer Träume, der nie mit einer ſo ſanften Stimme gerufen worden war, darüber eiferſüchtig ſein mußte.
XLVI. Wie der Herr Graf von Artvis Auger empfing.
Unglücklicher Weiſe von Ingénue durch eine Hälfte von Paris getrennt, konnte Chriſtian dieſe Stimme nicht hören, die ihn doch gewiß getröſtet hätte.
In dieſem Chaos von Ereigniſſen, in dieſem Irrſale von Gedanken hatte Chriſtian, wie Auger, die Vernunft verloren, und er unterlag dem Schmerze, wie Auger der Furcht und der Verachtung unter⸗ legen war.
Er trat bei ſeiner Mutter entkräftet, leichenbleich, erſchrecklich anzuſchauen ein, antwortete nichts auf
die Fragen voller Beſorgniß, die ſie an ihn richtete,
warf ſich auf ein Bett und nahm ſeinen Kopf zwi⸗ ſchen ſeine beiden Hände, als ob ſein Kopf zu zer⸗
ſpringen gedroht hatte.
Bald erhob er ſich jedoch wieder.
Mitten in der Nacht, die um ihn herrſchte, unter⸗ ſchied er ein freches, ſpöttiſches Geſicht.
Das war das Geſicht des Prinzen, der ihm den


