Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Sie verleugnet, den Herrn Grafen von Artois ein⸗ geführt zu haben.“

„Wer hat Ihnen das geſagt?“

„Er ſelbſt.“

Auger blieb einen Augenblick ſtill; ein boshaftes Lächeln zog ſeine Lippen zuſammen.

Wäehrend dieſes Augenblicks des Schweigens ſuchte er, was er antworten könnte; er glaubte es gefunden zu haben.

„Er hat Ihnen das geſagt, weil er, da er mich in dem Momente, wo ich hinabging, um Herrn San⸗ terre zurückzubegleiten, auf der Straße verhaften ließ und meine Stelle einnehmend ſich wohl ver⸗ theidigen mußte, wie er konnte.“

Dieſer Grund hatte Wahrſcheinlichkeit: er ſetzte Ingénue in Erſtaunen.

„Sie klagen alſo den Prinzen an?“ ſagte ſie.

„Allerdings! er wollte ſich an mir rächen.“

„Nach Ihrer Meinung hat er die Falle geſtellt, in die Sie gerathen ſind?“

„Iſt das nicht wahrſcheinlich?“

„Es mag ſein! ich gebe die Wahrſcheinlichkeit zu; nun wohl, wir werden meinen Vater rufen.“

„Ihren Vater?“

„Auf der Stelle.“

„Wozu?“

„Er hat eine Feder, die ſo viel werth iſt, als ein Degen; er wird dieſe Waffe zu Dienſten meiner

Ehre ſtellen, welche die Ihre hätte ſein müſſen, und

wir werden Gerechtigkeit vom Uecbelthäter erlangen, obgleich der Uebelthäter ein Prinz iſt!“

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