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war für ihn unerklärlich und verwirrte alle ſeine Gedanken.
Er wußte nichts, er begriff nichts und ſchien trunken.
Die junge Frau zögerte auch, zu denken: ſie zitterte, klar in dieſem Abgrunde zu ſehen; ſie fühlte ſich zum Voraus vom Schwindel der Scham erfaßt.
Sie hatte auch nur die Kraft, die paar Worte zu ſagen:
„Wahrhaftig, Sie ſind ein Schändlicher!“
Er wollte ſprechen.
„Wenn Sie ſich mir nähern, rufe ich meinen Vater hierher.“
Auger ſchauerte.
Die Familienſcene ſchien ihm fürchterlich.
„Elender!“ ſprach Ingénue,„haben Sie, als ſie handelten, wie Sie gehandelt, Eines bedacht? Daß ich nur ein einziges Wort vor dem erſten dem beſten Richter auszuſprechen brauche, und Sie ſind ver⸗ loren!“
Auger machte eine Bewegung; Ingénue fuhr aber mit feſter Stimme fort:
„Verloren, ohne daß Sie das Anſehen Ihres Herrn zu retten vermag.“
Auger verſuchte es abermals, zu reden.
„Schweigen Sie, mein Herr,“ ſagte ſie zu ihm; „ich jage Sie von mir fort.“
„Aber,“ rief er mit ſeiner Frechheit,„Sie wiſſen nicht einmal, worüber Sie mich bezichtigen, Madame!“
„Mein Herr, ich bezichtige Sie, hier, das heißt bei meinem Vater, das heißt zu mir, das heißt ins Brautgemach, Ihren Gebieter, denjenigen, welchen


