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Beim Anblicke dieſes Mannes ging Ingénue aus ihrer lethargiſchen Betäubung hervor; ſie ſtrich ihre langen Haare zurück, welche wie ein Schleier der Scham über ſie herabgefallen waren.
Sie ſchaute nach einander Chriſtian und Auger an.
Dann kehrte die Vernunft bei ihr zurück, und mit ihr das Bewußtſein der entſetzlichen Lage, in der ſie ſich befand.
Sie hieß Chriſtian durch einen Wink weggehen.
Der junge Mann zögerte; Ingénue wiederholte den Wink noch gebieteriſcher, als das erſte Mal.
Halb in Verzweiflung, halb gerührt durch ſein Unglück und das Unglück dieſer Frau, gehorchte Chriſtian wie ein Sklave.
Auger trat raſch vor dem bloßen Degen, mit dem ihm Chriſtian im Vorübergehen das Geſicht peitſchte, auf die Seite.
Chriſtian blieb einen Augenblick auf dem Ruhe⸗ platze ſtehen.
Einmal aus Furcht vor einem Ueberfalle, und dann, um zum letzten Male das Geſicht dieſer rei⸗ zenden Frau zu ſehen, welche auf immer für ihn verloren war.
Sie ihrerſeits ſchaute ihn an.
Der Strahl ihrer Augen kreuzte ſich.
Es lag in den Augen von Ingénue ſo viel Un⸗ ſchuld, ſo viel tiefes Leid, ſo viel Liebe, daß er von tauſend widerſprechenden Eindrücken zerriſſen nahh der Treppe ſtürzte.
Ingénue blieb allein mit Auger.
Die Gegenwart von Chriſtian in dieſem Zimmer
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bei: Brar


