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XLV.
Das Brautgemach.
Es verging ſo mehr als eine Stunde, eine Stunde unausſprechlicher Bangigkeiten und namenloſer Qua⸗ len für Chriſtian.
Während dieſer Stunde ſtieg er zwanzigmal aus ſeinem Fiacre und zwanzigmal wieder ein.
Zwanzigmal hefteten ſich ſeine Augen auf die Nochtlampe, deren unbewegliche Helle durch die Vor⸗ hänge des Fenſters durchſchien.
Endlich glaubte ſein geſpanntes Ohr ein Ge⸗ räuſch in dem Gange zu hören, deſſen Thüre, nach⸗ dem man lange vergebens daran gerüttelt, ſich end⸗ lich unter den Anſtrengungen einer unerfahrenen Hand wieder öffnete.
Durch dieſe halb geöffnete Thüre ſtürzte ein in einen Mantel gehüllter Mann heraus.
Doch durch das Geräuſch aufmerkſam gemacht, hatte Chriſtian Zeit gehabt, aus ſeinem Fiacre aus⸗ zuſteigen und ſich auf den Weg dieſes Mannes zu ſtellen.
Der Unbekannte blieb ſtehen: Chriſtian begriff, daß unter den Falten ſeines Mantels ſeine Hand das Heft eines Degens ſuchte.
Ehe er jedoch dieſen Degen zog, machte er einen Schritt rückwärts, und mit einer Stimme, welche die Gewohnheit des Befehlens andeutete, ſagte er:
„Holla! mein Herr, der Sie mir ſo den Weg verſperren, wer ſind Sie, wenns beliebt, und was wollen Sie von mir?“
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