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„Sind Sie es, Monſeigneur?“
Die leiſeſte Stimme trägt bei Nacht ſehr weit, wenn alle Atome der Luft ſich getheilt, geöffnet ha⸗ ben, um den Ton beſſer in ihren Zwiſchenräumen durchſchlüpfen zu laſſen.
„Ah! ah! Du biſt es?“ ſagte eine Stimme, welche aus dem Wagen hervorkam.
„Ja, Monſeigneur.“
Chriſtian horchte, den Athem an ſich haltend, bei dem Monſeigneur noch aufmerkſamer.
„Nun,“ fragte derjenige, welcher vor dem Fiacre ſtand,„bin ich ein Mann von Wort und habe ich Ihnen eine falſche Nachricht gegeben?“
„Oh! bei meiner Treue, ich glaubte nicht daran.“
„Was glaubten Sie denn?“
„Ei! Du bereiteſt Dir eine kleine Rache. Du warſt drohend weggegangen, ich hatte das nicht ver⸗ geſſen, und zum Beweiſe dient, daß ich auf meinen Bock, zur Schutzwache, einen Mann mit Piſtolen genommen habe... und ich ſelbſt bin auch mit Pi⸗ ſtolen bewaffnet, wie Du ſehen kannſt.“
„Unnöthige Vorſicht, Monſeigneur!“ entgegnete mit Bitterkeit derjenige, welchem man mißtraute; „ich habe allerdings geſagt, ich werde mich für Ihre Ungerechtigkeiten rächen; doch meine Rache iſt: was Sie gewünſcht haben, biete ich Ihnen an, was ich Ihnen verſprochen hatte, gebe ich Ihnen. Ein ehr⸗ licher Mann hat nur ſein Wort.“
„Die Kleine iſt alſo da?“
„Das heißt, meine Frau iſt da, ja, Mon⸗ ſeigneur.“
„Ah! und Du?“


