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zurückgekommen, ſo würde er es wagen, hinaufzu⸗ gehen und an die Thüre von Ingénue zu klopfen.
Das war viel Keckheit; doch wenn ſie Alles, was er gelitten, erführe, würde ihm Ingénue verzeihen.
Chriſtian fühlte ſein Herz immer ſtärker ſchlagen, ſo wie er in der Straße fortſchritt; er heftete von fern die Augen auf das Fenſter, das er durch den ſanften, zitternden Schein der Lampe erleuchtet zu finden erwartete.
Das Fenſter war dunkel.
„Gut!“ ſagte Chriſtian,„ſie ſind noch nicht nach Hauſe gekommen; denn es iſt nicht möglich, daß ſie zu dieſer Stunde ſchon zu Bette gegangen; überdies ſchläft Ingénue nicht ohne Nachtlampe, und iſt die Nachtlampe einmal angezündet, ſo nimmt der Vor⸗ hang ihres Zimmers eine roſenfarbige Tinte an, durch die ſie bemerkbar wird.“
Chriſtian begann auf und ab zu gehen.
Er ging ſo ungefähr eine Stunde.
Nach einer Stunde fühlte er in ſeinem verwun⸗ deten Beine eine unerträgliche Müdigkeit, während zugleich ein Anfang von Unruhe ſich ſeiner bemäch⸗ tigte.
Er kehrte zum Quai zurück, winkte ſeinem Kut⸗ ſcher, zu ihm zu fahren, ſtieg wieder in den Fiacre
ein und befahl dem Kutſcher, drei bis vier Thüren von der von Ingénue Halt zu machen.
In dieſem ſtillſtehenden Fiacre hörte Chriſtian acht Uhr, halb neun Uhr und neun Uhr ſchlagen.
Er ſah die Straße immer mehr veröden, bis ſie am Ende beinahe einſam und verlaſſen war.
Da ward ihm im Ernſte bange: es war ſehr ſpät,
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