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aufgenommen, die Abweſenheit ihres Vaters zu be⸗ nützen, um eine Reiſe nach dem Marſtalle von Ar⸗ tois zu verſuchen; jedes Mal aber hatte ſie eine doppelte Erinnerung zurückgehalten: die an Marat, den garſtigen Satyr; die an Charlotte Corday, die keuſche Minerva.
Als die Heirath feſt beſchloſſen war, miethete man im Hauſe von Röéveillon, im Faubourg Saint⸗ Antoine, eine Wohnung beſtehend aus fünf Piöcen, von denen zwei, abgeſondert auf dem Ruheplatze, als Wohnzimmer und Arbeitscabinet für Rétif beſtimmt waren, während die drei andern das Wohnzimmer, den Salon und das Speiſezimmer der Neuvermähl⸗ ten bilden ſollten.
In den letzten Tagen beſchäftigte man ſich mit den Vorhängen und den Meubles, mit der Erneuer⸗ ung des Weißzeugs und des Tiſchgeſchirrs; man nahm Maße, man klebte neue Tapeten, freigebig von Réveillon geliefert, an; mit einem Worte, drei Tage vor der Hochzeit fehlte zur Heirath nichts mehr als die Ceremonie.
Die Kirche Saint⸗Nicolas⸗du⸗Chardonneret ſetzte eine ihrer beſcheidenen Kapellen in Bereitſchaft.
Die Demoiſelles Réveillon ſchickten Blumen und geweihte Kuchen; Santerre bat um Erlaubniß, den Orgelſpieler liefern zu dürfen.
Es kam der vierzehnte Tag: das war, wie man
ſich erinnert, der, welcher für die Feier feſtgeſetzt
worden. Es war ein Samſtag.
Die Nacht war traurig geweſen; Ingénue hatte wenig geſchlafen; wenn ſie wenig geſchlafen, ſo hatte ſie dagegen viel geweint.
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