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große Lobeserhebungen von Auger machen hören, daß ſie nicht bezweifelte, ſie würde glücklich mit ihm ſein.
Sie verlangte noch vierzehn Tage; Rétif ſtritt ſtark gegen dieſe vierzehn Tage: nahm man an, Chri⸗ ſtian ſei nur verwundet geweſen, ſo mußte der Kranke raſch ſeiner Geneſung zuſchreiten.
Wäre Ingénue einen Tag Madame Auger, dann lag Rétif wenig daran, wenn Chriſtian wiederer⸗ ſchien; er kannte die Jungfräulichkeit der Seele von Ingénue und wußte, daß ihr Gatte, wer es auch ſein mochte, nichts zu befürchten hatte.
Und dann fand ſich im Grunde dieſes ſo ſchmerz⸗ lich verwundeten Herzens die arme kleine Befriedi⸗
gung, Frau zu werden, und wäre es nur, um ihrem Ungetreuen zu zeigen, gewiſſe Menſchen haben den Muth, ein Mädchen zu heirathen, das ſich ohne Hei⸗ rath weder verkaufen, noch hingeben wolle.
Ueberdies ſollte ſie,— und das war wohl Et⸗ was,— einen Platz im großen Hauſe Réveillön einnehmen, deſſen Schließnagel die Kaſſe oder viel⸗ mehr der Kaſſier werden würde.
Dabei war ferner: daß Ingénue vor dem ſieb⸗ zehnten Jahre verheirathet ſein ſollte, indeß die De⸗ moiſelles Réveillon, die im Quartier als Millionä⸗ rinnen bekannt, es mit neunzehn und zwanzig Jah⸗ ren noch nicht waren.
Alles dies, es iſt nicht zu leugnen, war nur ein Schleier; Ingénue ſtickte ihn mit tollen Fantaſien und warf ihn über ihre traurigen Gedanken; doch ſie fühlte in Wirklichkeit wohl, dieſer Schleier ſei nur eine leicht zerreißbare Gaze, die ſich beim erſten


