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kam jedem Einwurfe dadurch entgegen, daß er ſich erbot, mit ſeiner Frau und ſeinem Schwiegervater zu leben und ſeine zweitauſend Livres ins Haus ab⸗ zugeben.
Alles dies bewegte ſich in Ingénue wie ein ent⸗ ſetzliches Summen: die Arme fühlte ſich ſo wenig unter allen dieſen Anordnungen, welche das Glück von Jedermann zu intereſſiren ſchienen, daß ſie kaum mehr Widerſtand leiſten konnte, als der Nachen auf dem Meere, das Blatt im Wirbel leiſtet.
Sie hörte als von einer feſt beſchloſſenen Sache von dieſem Verbindungsprojecte ſprechen, das ſie ſchon im Gedanken allein erſchreckte; als von etwas ganz Entſchiedenem von dieſer Heirath, zu der ſie durchaus nicht einzuwilligen gedachte.
Als man bei ihr dieſe Sache mit dem erſten Worte berührte, war ſie ungefähr drei Wochen von Chriſtian getrennt; ſie machte ſich keine Illuſion; ſie hatte zu ihrem Vater geſagt:„Sehe ich Chriſtian in dieſem Monat nicht wieder, ſo werde ich ihn nie mehr ſehen! und ſehe ich Chriſtian morgen nicht wie⸗ der, ſo werde ich ihn in einem Monat nicht wieder⸗ ſehen.“
Sie hatte Chriſtian nicht wiedergeſehen.
Doch ſie hatte in der Tiefe ihres Gewiſſens et⸗ was, was ihr ſagte:„Es gibt eine Macht, welche ſtärker iſt als Chriſtian, und dieſe verhindert es, daß Du Cyriſtian nicht wiederſiehſt.“
Nur fragt es ſich, welche Macht war dies?
Das wußte Ingénue nicht, das ließ ſie im Zwei⸗ fel; der Zweifel, dieſer Wurm, der das Herz der ſchmackhafteſten von allen Früchten, der Liebe, zernagt!


