Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Was den Anzug betrifft, ſo fehlte hieran nichts, und der Schneider hatte ſein Beſtes gethan.

Doch die Gräfin, obſchon ſie den Blick von Ma⸗ rrat weder ſuchte, noch vermied, erkannte nichts, und ſie ſprach ihren Dank gegen den Wundarzt ohne eine romanhafte Phraſe aus.

Als Marat den jungen Mann, lächelnd beim Gedanken an ſeine zukünftige Freiheit, gehen ſah und ſich ſelbſt im Spiegel beſchaute, hatte er keinen andern Troſt, als den, an ihm irgend eine Aehnlich⸗ keit mit dem ehemaligen Hofmeiſter der Gräfin Obinska zu ſuchen.

„Mein Herr,“ ſagte die Gräfin zu ihm,„nicht wahr, Sie bewundern dieſe Geſundheit? die Cur, die Sie gemacht haben?“

„Ja, Madame, ich bewundere mein Werk,“ ant⸗ wortete Marat.

Die Gräfin ließ bei dieſen Worten über ihre ge⸗ wöhnlich ſo bleichen Wangen einen Flammenrefler laufen, der faſt in demſelben Augenblicke erloſch, und ſie wurde wieder kalt und hochmüthig.

„Sie haben Recht, mein Herr, daß Sie nicht be⸗ ſcheiden ſind,“ ſagte ſie;„die Cur macht Ihnen Ehre.“

„Nicht wahr?“ erwiederte er;„doch Sie ſtellen ſich nicht vor, was der Wille iſt, Madame: für die⸗ ſen jungen Mann hätte ich Dinge würdig des Got⸗ tes Aeskulap in Perſon gemacht.“

Chriſtian verbeugte ſich leicht, ein wenig in Ver⸗ legenheit geſetzt durch dieſe vertraulichen Blicke, die er noch nicht bei ſeinem Arzte wahrgenommen hatte. Es ſchien dieſem jungen Cavalier, zwiſchen dem

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