Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Willen von Chriſtian Paris und ſeine ſchönſten Straßen. Ach! in die Rue des Bernardins hätte ſich Chriſtian gern begeben mögen; aber wie ſollte er einem Kutſcher vor der Gräfin Obinska ſagen: „Fahrt mich durch die Rue des Bernardins.“

Nach drei Tagen dieſer Uebung wurde entſchie⸗ den, Chriſtian könne nun zu Fuße ausgehen, doch ſeine Mutter gab ihm den Arm.

Endlich kam man überein, am andern Tage, das heißt, nachdem er die Wohnung von Marat fünf⸗ undfünfzig Tage inne gehabt, ſollte er dieſe ver⸗ laſſen.

Sie iſt ſchwer zu ſchildern, die Scene, welche den Abgang von Chriſtian und ſeiner Mutter begleitete: wir werden es indeſſen verſuchen, eine Idee davon zu geben.

Marat hatte ſich ſchön gemacht; er hatte an ſei⸗ ner Perſon den ganzen Luxus, über den er verfügen konnte, vereinigt.

Sein Plan war der: wieder für einen Moment der junge Mann von einſt, der Marat von Polen werden; durch ſeinen Anblick das Herz der Gräfin Obinska zu einer Erinnerung nöthigen, für welche ſein Name nicht genügt hatte.

Vergebliche Mühe! der Rückgrath konnte ſich nicht wieder gerade aufrichten, die ſchiefe Naſe fand ihre anmuthige Linie nicht wieder, das Auge blieb hohl und der Blick ſchneidend.

Es war endlich unmöglich, an einem Tage durch einen zwanzigjährigen Schmutz verdorbene Hände ſauber und zart zu machen.