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bewachend, umſichtig, um ihm die geringſte Gemüths⸗ bewegung zu erſparen, war es ihr endlich geglückt, den Körper zu heilen, ohne daß die arme Frau das Uebel bemerkte, das ſie ſeiner Seele angethan hatte.
Die Tage und die Rächte verliefen ſo für den Kranken Jahrhunderten ähnlich; er zählte die Stun⸗ den, die Minuten, die Secunden; man hätte glauben ſollen, er treibe ſie mit aller Gewalt und aller Energie eines ſtandhaften Willens vor ſich her.
Nach der Vorſchrift von Doctor Marat ſollte
Chriſtian das Bett bis zum vierzigſten Tage hüten.
Mehr als eine Woche vor dieſem vierzigſten Tage behauptete Chriſtian, er ſei ſchon gekommen; doch den unerbittlichen Kalender in der Hand, hielt die Gräfin den jungen Mann im Bette, bis die vier⸗ undzwanzigſte Stunde des vierzigſten Tages abge⸗ laufen.
Endlich kam die ſo heiß erſehnte Stunde, wo es Chriſtian erlaubt war, den erſten Schritt zu thun, der ihn, nach zehn weiteren im Zimmer zugebrachten Tagen, zu Ingénue führen ſollte.
Während er leicht hinkte, ſtreckte er ſich auf einem dicken Pelze mitten im Zimmer aus, wie es die Kin⸗ der thun, wenn ſie ihre Kräfte verſuchen.
Dann bewegte er ſich; der Schmerz war ver⸗ ſchwunden, das Fleiſch war ſolid geworden, der Ver⸗ wundete hielt ſich auf ſeinem kranken Beine ohne eine Beſchwerde zu fühlen.
Allmälig übte er ſich, die Runde im Zimmer zu machen; ſodann, als die Runde im Zimmer etwas Leichtes geworden war, verſuchte er es, eine kleine


