Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

209

Oh! in Beziehung auf tauſend Dinge... Ich erzählte ihm von Stoffen für Novellen... Er hat das Angenehme, der liebe Herr Réveillon, daß er nicht begreift und ſich nichtsdeſtoweniger immer das Anſehen gibt, als begriffe er, ſo daß er keine Ein⸗ wendung macht; oh! er iſt nicht peinlich!

Sie ſagten aber, er habe in Beziehung auf

tauſend Dinge von Liebe geſprochen.

Ja, und beſonders in Beziehung auf Auger. Auger! welcher Auger? Welcher Auger ſoll es ſein! Wie! der unſere? Der unſere, ja... Sieh, welch eine ſchöne

Tugend die Menſchenliebe iſt; ſelbſt von dieſem Manne

ſprechend ſagſt Du mir:Unſer Auger! Nun wohl, unſer Auger, ſtelle Dir vor, das iſt ein Ju⸗ wel: Réveillon iſt von ihm entzückt. Er hatte An⸗ fangs Argwohn und Vorurtheile gegen ihn; bah!

Alles iſt verſchwunden!

Ah! wahrhaftig? Deſto beſſer! ſagte Ingénue zerſtreut. Es gibt, wie es ſcheint, keinen verſtändigern

Menſchen, hörſt Du? 8

In der That, ich halte ihn nicht für dumm.

Weit entfernt! er iſt nicht nur nicht dumm, ſondern er iſt ſogar zuvorkommend, er weiß die Dinge zu errathen, er verrichtet raſch ſein Geſchäft, er iſt der Letzte, der ſich zu Tiſche ſetzt, und ſteht zuerſt wieder auf; er trinkt nur Waſſer, er iſolirt ſich von den Arbeitern, ſeinen Kameraden; er hat ſich ſchon durch ſeine wunderbare Geſchicklichkeit bei der Arbeit bemerkbar zu machen gewußt... und dann

Dumas, Ingénue. 1I. 14