Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Oh! fuhr Röétif fort,wie weiß ich mir Dank, daß ich Dich in der Philoſophie erzogen habe, In⸗ gönue! Du haſt erhabene Worte; ich werde dieſes ganz gewiß irgendwo anbringen.

Ingénue küßte ihren Vater.

Beinahe glücklich, ja, wiederholte dieſer.Um ganz glücklich zu ſein, fehlt uns nichts, faſt nichts, als Geld!... Ah! wäreſt Du ein Knabe, ſo hätten wir dieſes Geld, und Du würdeſt nicht ſagen:Bei⸗ nahe glücklich!

Ach! ich würde es wahrſcheinlich wegen einer andern Sache ſagen, ſprach die philoſophiſche In⸗ génue an Chriſtian denkend.

Das iſt wahr, erwiederte Rétif,wäreſt Du ein Knabe, ſo wäreſt Du verliebt oder ehrgeizig.

Ehrgeizig? Oh! nein, das ſchwöre ich Ihnen, mein theurer Vater.

Alſo verliebt, was noch ſchlimmer iſt: das geht

nur ſchneller vorüber.

Ingénue ſchlug mit einer Miene des Zweifels ihre ſchönen blauen Augen zu ihrem Vater auf; es ſchien ihr unbegreiflich, daß es eine Leidenſchaft auf der Welt gebe, welche länger währe, als die Liebe.

Ah! was das Verliebtſein betrifft, ſagte Rétif, wir haben heute Abend teufelmäßig von Liebe ge⸗ ſprochen!

Mit wem denn? fragte Ingénue erſtaunt.

Mit Herrn Röveillon; das iſt wahrhaftig ein liebenswürdiger Mann, ſo dumm er auch iſt.

Sie haben mit Herrn Réveillon von Liebe ge⸗

ſprochen, mein Vater? ſagte Ingénue mit dem höch⸗ ſten Erſtaunen;mein Gott! in welcher Beziehung?

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