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und dann hätteſt Du nicht mehr nöthig, Deine hüb⸗ ſchen Fingerchen zu beſchmutzen.“
„Oh! mein Vater, wäre ich ein junger Mann, ſo brauchte ich meine Hand nicht zu ſchonen.“
„Das iſt wahr; doch außer dem würde ich Dich für den Druck ſetzen lehren; Du würdeſt mir bei meinen Arbeiten helfen; wir würden zehn Franken täglich zu Zwei verdienen; das ſind dreihundert Fran⸗ ken im Monat, dreitauſend ſechshundert Franken im Jahre; ohne meine Manuſcripte zu rechnen, welche vielleicht zu ſieben bis achttauſend gehen würden; denn man ſieht nicht ſelten...“
Da die Summe Ingénue ziemlich ſtark dünkte, ſo ſchlug ſie nur die Augen zu ihrem Vater auf.
„Ei!“ ſagte dieſer,„ſchau Herrn Mercier an... Und dann wären wir ſehr glücklich.“
Ingénue lächelte ſchwermüthig.
„Wir ſind beinahe glücklich,“ ſprach ſie.
„Beinahe!“ rief Rétif.„Oh! Philoſophie der Treuherzigkeit! Beinahe! Du haſt wohl geſprochen, mein liebes Kind! ja, beinahe! wir ſind beinahe glücklich!“
Rétif wurde wieder gerührt.
„Beinahe!“ fuhr er fort,„das iſt das Wort der Dinge dieſer Welt; beinahe reich iſt der Millionär, der zwei Millionen zu haben wünſcht, beinahe mächtig iſt der Prinz, der König zu ſein wünſcht, beinahe geliebt iſt der Liebhaber, der mehr als Liebe wünſcht.“
Ingénue ſchaute ihren Vater an; ſie fragte ſich ganz leiſe, was der Liebhaber mehr als Liebe wün⸗ ſchen könne.


