Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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dem er ſeinen Gang begleitete, wenn er guter Laune war, eilte ſie auch, die Thüre zu öffnen.

Als Rötif eingetreten, war Ingénue ſehr liebens⸗ würdig und ſehr liebkoſend gegen ihn.

Dieſe Liebkoſungen und dieſe Liebenswürdigkeit rührten tief Herrn Rétif, den das Spitzchen, welches er von ſeinem Mahle zurückbrachte, ungemein zur Rüh⸗ rung prädisponirt hatte.

Nun, ſagte er zu Ingénue, nachdem er ſie geküßt,Du haſt Dich ſehr gelangweilt, nicht wahr, mein liebes Kind?

Ja, mein Vater, erwiederte Ingénue.

Ah! ich habe es mir oft geſagt: warum biſt Du nicht ein Mann, ſtatt eine Frau zu ſein? ich würde Dich überallhin mitnehmen!

Iſt es Ihnen unangenehm, daß Sie eine Toch⸗ ter haben, mein Vater?

Nein, denn Du biſt ſchön, und ich liebe die ſchönen Geſichter: das erquickt. Du biſt die Freude des Hauſes, meine arme Ingénue, und ſeitdem Du das Mädchenalter erreicht, haben alle meine Heldin⸗ nen blaue Augen und blonde Haare.

Guter Vater!

Bedenke aber, mein Kind, was ſich uns bieten würde, wenn Du ein Knabe wäreſt...

Was ſich uns bieten würde, mein Vater?

Ja, das iſt ganz einfach: ich bin alle Tage oder

faſt alle Tage zum Mittageſſen auswärts eingeladen; nun wohl, wäreſt Du ein Knabe, ſo würde ich Dich

mit mir nehmen; wir hätten kein Mittagsbrod zu Hauſe zu machen; das wäre einmal eine Erſparniß,

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