Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Der gute Rétif kam in einem Zuſtande zurück, der, ohne die Trunkenheit zu ſein, wenigſtens die Heiterkeit war.

Er hatte bei Tiſche zahlreiche Complimente über ſeine Pariſer Nächte und ſeine Zeitgenoſſin⸗ nen empfangen. Berauſcht durch dieſe Lobeserheb⸗ ungen, hatte ſein Buchhändler eine Beſtellung bei ihm gemacht; und Réveillon, der zum Zuſtande eines Publiciſten ſeit der Brochure, welche Röétif für ihn abgefaßt, übergegangen, Réveillon hatte ſich herbeigelaſſen, von Zeit zu Zeit über geſchwärztes Papier, ſtatt über gemaltes zu plaudern.

Réveillon hatte Rétif bei Tiſche neben ſich geſetzt und ihn großmüthig trinken laſſen, wie er ſelbſt ge⸗ trunken; denn zu jener Zeit, welche doch von der unſern nicht ſehr entfernt iſt, gab es noch eine ge⸗ wiſſe Gutmüthigkeit, welche dem ehrlichen Manne erlaubte, ſich in gutem Weine mit Freunden zu er⸗ heitern.

Die Dichter, die Literaten, die Schriftſteller hat⸗ ten übrigens ſchon einen gewiſſen Fortſchritt gemacht: im ſiebzehnten Jahrhundert waren ſie Trunkenbolde, im achtzehnten waren ſie nur noch Gourmands.

Das Geſpräch, nachdem es abwechſelnd eine Menge Gegenſtände berührt hatte, war auf Auger, den neuen Angeſtellten von Réveillon, gefallen und hatte, wie man ſehen wird, ſeine Früchte getragen.

Als Rétif gegen zehn Uhr Abends nach Hauſe kam, fand er Ingénue an ihrem Arbeitstiſche ſitzend; nur arbeitete Ingénue nicht.

Sie fühlte ihr Unrecht; ſobald ſie auf der Treppe die Tritte ihres Vaters und das Liedchen hörte, mit