Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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ner Zauber in den Augen der Tochter von Röétif, daß ſie anklagen unmöglich geweſen wäre.

Die Fremde lächelte, ergriff die Hand von In⸗ génue, drückte ſie ſanft, und ſagte mit unbeſchreib⸗ licher Anmuth:

Oh! wie freut es mich, daß ich Ihnen dieſen Dienſt geleiſtet!

Ich danke Ihnen noch einmal, und nun Gott befohlen, ſprach Ingénue,denn das iſt Alles, worauf ich wartete, um Sie zu verlaſſen.

Warten Sie wenigſtens, erwiederte die Rei⸗ ſende, Ingénue zurückhaltend,warten Sie, daß ich Ihnen den Weg mündlich durch die Wirthin bezeich⸗ nen laſſe.

Dies geſchah auf der Stelle.

Ah! ah! ſagte die Fremde, als die Wirthin geendigt hatte,es ſcheint, das iſt ſehr weit und Sie haben viel Weg zu machen.

Oh! der Weg beunruhigt mich nicht: ich werde laufen wie ſo eben.

Dann blieb ſie furchtſam ſtehen, erhob aber all⸗ mälig ihren Kopf bis zur Höhe des Kopfes der Un⸗ bekannten und fragte:

Wollen Sie mir erlauben, Sie zu küſſen, Ma⸗ demoiſelle?

Gut! nun ſind Sie alſo wie der abſcheuliche Menſch von vorhin? rief lachend die Reiſende. es ſei! küſſen Sie mich, das iſt mir ganz ieb!

Und die zwei Mädchen umarmten ſich voll Innig⸗ keit: zwei keuſche Herzen ſchlugen an einander.