Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Oh! Mademoiſelle, um Alles dies zu thun und zu ſagen, müßte ich mehr Stärke haben, als ich habe.

Nun, Sie ſind von dieſem Manne befreit; ſoll ich Sie von Jemand zurückführen laſſen?

Oh! nein, nein, ich danke.

Was werden aber Ihre Eltern ſagen, Made⸗ moiſelle, wenn ſie Sie ſo bleich und erſchrocken nach Hauſe kommen ſehen?

Meine Eltern?

Ja, Sie haben ohne Zweifel Eltern?

Ich habe meinen Vater.

Sie ſind ſehr glücklich!... Wird er beſorgt ſein, wenn er Sie länger ausbleiben ſieht?

Ich glaube nicht.

Er weiß, daß Sie ausgegangen ſind?

Unterjocht, wagte es Ingénue diesmal nicht, zu lügen, und die Augen niederſchlagend erwiederte ſie:

Nein.

Jedoch mit einem ſo ſanften, ſo flehenden, ſo der Mädchenrolle, die ſie geſpielt, angemeſſenen Tone, daß die Fremde begriff, Ingénue habe einen unbeſonnenen Streich begangen.

Nur Eines offenbarte ſich bei der Fremden, was man bei ihrer Ueberlegenheit nicht erwartet hätte: ſie errö⸗ thete ſo ſtark, als dies bei Ingénue der Fall geweſen.

Ah! ſagte ſie,das erklärt mir Alles! Sie haben ſich einen Fehler zu Schulden kommen laſſen, und Sie finden ſich beſtraft. Man muß nichts Schlim⸗ mes thun, Mademoiſelle, und dann iſt man ſehr ſtark! Ich wette, Sie wären muthiger geweſen, wür⸗ den Sie mit der Einwilligung Ihres Herrn Vaters