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„Gleichviel! ohne Sie wäre ich vor Angſt ge⸗ ſtorben.“
„Das iſt Ihre Schuld!“
„Meine Schuld?“
„Ja.“
„Erklären Sie mir das.“
„Seit wie lange folgte er Ihnen?“
„Oh! wenigſtens ſeit zehn Minuten.“
„Und während dieſer zehn Minuten?“
„Bin ich eine halbe Stunde weit gelaufen.“
„Als Sie bemerkten, daß dieſer Menſch Sie ver⸗ folgte, warum riefen Sie denn nicht ſogleich um Hülfe, wenn Sie Angſt hatten?“
„Oh! Lärm machen. ich wagte das nicht.“
„Das ſind die Pariſer... ſie haben vor Allem Angſt.“
„Hören Sie,“ ſprach Ingénue, ein wenig ver⸗ letzt durch das über ihre Landsleute gefällte Urtheil, „nicht jede Frau hat Ihre Stärke; ich bin erſt ſech⸗ zehn Jahre alt.“
„Und ich kaum achtzehn,“ erwiederte lächelnd die Reiſende;„Sie ſehen, daß der Unterſchied zwiſchen uns nicht groß iſt.“
„Ah! das iſt wahr, Sie mußten eben ſo bange haben, wie ich.“
„Ich würde mich wohl hüten! die Schwäche der Frauen macht die Männer von dieſer Gattung kühn. Sie mußten ſich, als er Sie anging, muthig um⸗ drehen und ihm ins Geſicht ſagen, Sie verbieten ihm, Ihnen zu folgen; Sie mußten ihm drohen, Sie werden den erſten Mann von Herz, der vorüber⸗ käme, anrufen.“
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