Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Es iſt ein Glück, daß ich hier war, um dieſen Wagen zu erwarten, ſprach die Unbekannte zu In⸗ gönue.

Sie verlaſſen alſo Paris, Madame? fragte Ingénue.

Ja, Mademoiſelle; ich bin aus der Provinz und wohne ſeit meiner Jugend in der Normandie. Ich kam nach Paris, um eine alte Verwandte zu pflegen, welche krank war, geſtern aber ſtarb. Ich kehre heute nach Hauſe zurück, ohne von Paris etwas Anderes geſehen zu haben, als was man von den Fenſtern jenes Hauſes ſieht, das man von hier aus erblickt, Fenſter nun geſchloſſen wie die Augen derjenigen, welche das Haus bewohnte!

Ah! wahrhaftig 2 rief Ingénue mit Erſtaunen.

Und Sie, mein Kind? fragte die Fremde mit einem faſt mütterlichen Tone, obſchon kaum drei bis vier Jahre zwiſchen ihrem Alter und dem ihrer jun⸗ gen Gefährtin waren.

Ich, ich bin von Paris, Madame, und ich habe dieſe Stadt nie verlaſſen.

Wohin gehen Sie? ſagte das ältere von den beiden Mädchen mit einer Stimme, welche unwill⸗ kürlich ſtark klang, und in der man, trotz ihrer ur⸗ ſprünglichen Sanftheit, leicht den gebieteriſchen Aus⸗ druck der entſchiedenen Charaktere erkannte.

Ei! ich kehrte nach Hauſe zurück, antwortete Ingénue.

Nichts lügt mit mehr Sicherheit, ſo naiv es ſein mag, als ein auf einem Fehler ertapptes Mädchen.