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recht in dem Augenblicke, wo ſie zögerte und um
ſich her, ihren Rock etwas höher aufhebend, ſuchte.
Ingénue erblickte ihn nun; ſie bekam bange vor dem umheimlichen Feuer, das ſich in ſeinen Augen entzündete, und ſetzte ihren Marſch fort, ohne zu wiſſen, wohin ſie ging.
Der Unbekannte folgte ihr auf der Stelle.
Die Angſt von Ingénue verdoppelte ſich.
Der Mann richtete an ſie halblaut Worte, welche ſelbſt für jedes andere Ohr als das von Ingénue unverſtändlich.
Sie war durch einen Umweg auf den Quai zu⸗ rückgekommen: ſie verſuchte es, wieder umzukehren; die Arme verlor den Kopf.
Der Unbekannte hatte im Gegentheile ein ſehr be⸗ ſtimmtes Ziel: er verkürzte die Kreiſe ſeines Ganges, wie der Sperber, der ſich ſeiner Beute ſicher glaubt, die Kreiſe ſeines Fluges verkürzt.
Die Einſamkeit und die Dunkelheit, mit denen er vertraut zu ſein ſchien, machten ihn kühn; er lief, denn Ingénue flog, und ſchon ſtreckte er ſeine wie
eine Klaue gekrümmte Hand aus, um das Mädchen
zu ergreifen.
Ingénue wollte ſchreien; er blieb ſtehen, erra⸗
thend, was ſie zu thun im Begriffe war.
Als ſie ſah, daß er ſtehen blieb, rief ſie aus
Leibeskräften um Hülfe und lief immer ſchneller.
Während ſie ſich aber in der Straße getäuſcht hatte und nach ihrer Wohnung zurückzukehren glaubte, kam ſie an einer Landkutſche vorüber, welche hier, ausgeſpannt, auf die Pferde, auf den Kutſcher oder auch auf die Reiſenden wartete.
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