Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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5 190 Pflaſters zeigte ſich der Kopf eines Menſchen, ähn⸗ lich dem eines Affen im Käſich.

Die beiden Hände dieſes Menſchen, welche die Gitterſtangen der Oeffnung umfaßten, hielten ſeinen Körper im Bereiche des ſeltſamen Fenſters, das er ſich gewählt hatte.

Man errieth am Zuſammenziehen ſeiner ſchmutzi⸗ gen Hände, daß der Menſch, auf den wir die Auf⸗ merkſamkeit unſerer Leſer lenken, der Bewohner des Kellergeſchoßes, auf einem Schemel ſtand und hier von unten nach oben die Luft der Straße ſchöpfte, welche die gewöhnlichen Pariſer von oben nach un⸗ ten zu ſchöpfen pflegen.

Vielleicht, wenn, neugierig wie er neugierig war, Ingénue, einen Augenblick zerſtreut, ſich mit dieſem Menſchen beſchäftigt hätte, vielleicht würde ſie im Hintergrunde ſeines Kellergeſchoßes einen Tiſch, beleuchtet durch ein Talglicht, Papiere, eine dicke Feder in einem bleiernen Schreibzeuge ſteckend, und einige Bücher über Chemie und Medicin, welche Brochuren auf einem plumpen hölzernen Stuhle er⸗ drückten, geſehen haben.

Ingénue ging jedoch ſo raſch vorüber, daß ſie, weit entfernt, durch ſein Fenſter den Aufenthaltsort des Bewohners zu ſehen, nicht einmal den Bewoh⸗ ner an ſeinem Fenſter ſah.

Er ſah ſie wohl: das zarte Bein kam auf drei Zoll an ſeinen zuſammengezogenen Händen, die ſich an den Gitterſtangen feſthielten, vorüber; der Rock der unſchuldigen Ingénue ſtreifte die Naſe und die flatternden Haare dieſes Menſchen; ſein glühender Hauch traf an den Knöchel, der unter dem ein we⸗