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nen, daß Rétif, ſo ſehr er auch mit dem Suchen des Fadens von einem neuen Romane beſchäftigt war, die rothen Augen ſeiner Tochter wahrnahm und die Urſache dieſer Röthe vermuthete.
Der Zufall wollte, daß an demſelben Tage, beim Grove-Platze, ein Stallmeiſter des Herrn Grafen von Provence durch einen Schuß an der Hand ver⸗ wundet worden war. Eine Zeitung enthielt die Er⸗ zählung dieſes Unfalls; dieſe Zeitung kam Rétif de la Bretonne zu, und er beeilte ſich ganz freudig, ſie ſeiner Tochter zu überbringen, um ihr zu beweiſen, es ſei nicht ein Page des Grafen von Artvis, ſon⸗ dern ein Stallmeiſter des Grafen von Provence ver⸗ wundet worden.
Ach! ſie mußte wohl glauben, kein anderer Un⸗ fall, als eine in ſeinen Gefühlen vorgegangene Ver⸗ änderung halte den jungen Mann fern von der Rue des Bernardins: da die Zeitung den Unfall, der dem Stallmeiſter des Grafen von Provence begegnet war, in ihre Spalten eingetragen hatte, ſo würde ſie ebenſo den, von welchem ein Page des Grafen von Artois betroffen worden, mitgetheilt haben; das war auch von der würdigen Zeitung geſchehen; aber hatte er nun Kenntniß hievon erhalten oder nicht er⸗ halten, Rötif hatte ſich wohl gehütet, ſeiner Tochter die Nummer zu bringen, die von 7 Wunde von Chriſtian ſprach.
In Folge hievon benächtigte ſich die Eiferſucht des Herzens von Ingénue, und in ihrem Verdruſſe kam ſie dahin, daß ſie zuerſt glaubte, ſie liebe ihn weniger, und ſodann,— was wahrer,— ſie haſſe ihn.
Da entſchloß ſie ſich im Ernſte, ihn aus ihrem


