Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Kälte ſeines Geſichtes, nahm Marat ſeinen Hut und ging ab, indem er mit einer bei einem Arzte, der die Nerven ſeines Kranken zu reizen befürchten würde, ſeltſamen Heftigkeit die Thüre klappen ließ.

XXXVII. Wie die Gräfin die Liebe verſtand.

Die Gräfin und ihr Sohn blieben einen Augen⸗ blick erſtaunt und wie betäubt durch dieſen unge⸗ ſtümen Abgang.

Das iſt ein ſeltſamer Menſch! ſagte die Gräfin zu Chriſtian, als Marat ſich entfernt hatte.

Ich halte ihn für gut, ſprach Chriſtian mit

ſchwacher Stimme.

Gut? wiederholte die Gräfin.

Ja, man kann die Menſchen nur relativ beur⸗ theilen, und ſein Benehmen uns gegenüber, oder viel⸗ mehr mir gegenüber, iſt das eines guten, vortreff⸗ lichen Menſchen; doch...

Doch? fragte die Gräfin.

Doch ich möchte lieber nicht mehr hier ſein.

Ich möchte es auch; ſage mir aber, iſt es das, was Dich traurig macht?

Ich bin nicht traurig, meine Mutter.

Du haſt vielleicht einen verborgenen Kummer. Iſt dies ſo, ſo iſt der Augenblick gekommen, ihn mir mitzutheilen.

Ich habe keinen Kummer, meine Mutter.

Die Gräfin ſchaute ihren Sohn an; aber Chri⸗ ſtian, als hätte er nicht die Kraft gehabt, lange 12

Dumas, Ingénue. IM.