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Marat antwortete in derſelben Sprache, jedoch mit einem bleichen Lächeln.
„Meine Herren,“ ſagte Chriſtian,„ich bin Pole, und das Lateiniſche iſt faſt meine Mutterſprache; ſoll ich Ihre Diſſertation nicht verſtehen, ſo müſſen Sie eine andere Sprache wählen. Nur ſage ich Ihnen zum Voraus, daß ich ungefähr alle Sprachen ſpreche, die Sie kennen und ſelbſt ſprechen mögen.“
„Sprechen wir alſo Franzöſiſch,“ ſagte der Doctor Guillotin;„überdies ſcheint der junge Mann herz⸗ haft und entſchloſſen zu ſein.“
Sodann ſich an Marat wendend:
„Reden Sie, Collega, wir hören.“
Doch das Wort:„Ich bin Pole,“ ſchien Marat dergeſtalt ergriffen zu haben, daß er kaum die Sylben zu artikuliren vermochte.
Er wiſchte ſeine mit Schweiß bedeckte Stirne ab, ſchaute den jungen Mann mit einem unbeſchreibbaren
Ausdrucke von Bangigkeit an, ſchüttelte den Kopf,
als wollte er eine Idee verjagen, die ſich ſeiner un willkürlich bemächtigte, und ſagte endlich:
„Meine Herren, wie Sie ſehen, iſt die Kugel beim oberen Drittel des Schenkels eingedrungen; ſie gelangt unmittelbar auf den Knochen, an welchem ſie ſich, indem ſie ihn bricht, lähmt; da ſie aber an den äußeren Punkt ſchlägt, ſo weicht ſie leicht ab und ſetzt ſich zwiſchen dem Knochen und den Mus⸗ keln feſt. Man fühlt ſie mit der Sonde.“
„Bedenklich!“ murmelte der Doctor Louis.
„Sehr bedenklich!“ ſagte Guillotin.
„Ja, ſehr bedenklich!“ wiederholte Marat.
„Sind Splitter da?“ fragte Guillotin.
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