Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Albertine, rief Marat,bringe friſches Waſſer und Compreſſen.

Und zu Chriſtian zurückkehrend:

Auf, mein Herr, Muth! ich werde die Wunde ſondiren.

Iſt die Operation ſehr ſchmerzhaft? fragte Chriſtian.

Ja, mein Herr; doch ſie iſt zugleich unerläßlich, und ſeien Sie unbeſorgt, ich werde dabei mit der ganzen Leichtigkeit meiner Hand zu Werke gehen.

Chriſtian antwortete nur dadurch, daß er dem Wundarzte ſein Bein darbot.

Vor allen Dingen verbergen Sie mir nichts, mein Herr, ſagte Chriſtian.

Marat verbeugte ſich zum Zeichen der Zuſtim⸗ mung und begann die Operation.

Beim Einbringen der Sonde in die Wunde, die ſich ſogleich mit einem blutigen Schaume färbte, er⸗ bleichte Chriſtian, jedoch noch weniger als der Chirurg.

Sie ſchreien nicht, ſagte Marat zu Chriſtian; ich bitte, ſchreien Sie, ſchreien Sie.

Und warum, mein Herr?

Weil Sie das erleichtern wird, und ich, wenn ich Sie nicht ſchreien höre, annehme, Sie leiden mehr, als Sie in Wirklichkeit leiden.

Warum ſollte ich ſchreien, erwiederte Chriſtian,

ada Sie Ihr Beſtes thun, und Ihre Hand in der

That leichter iſt, als ich hoffte? Seien Sie alſo ohne Furcht, mein Herr, und fahren Sie fort. Nachdem er aber ſo geſprochen, drückte der junge ann an ſeine Lippen ein Taſchentuch und biß mit kräftigen Zähnen darein.