Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Zwiſchen dieſem und dem Grauen, das er am Tage vorher noch einflößte, lag eine Kluft.

Dieſe Kluft hatte er überſprungen.

Doch mit einem wunderbaren Inſtincte, mit jenem Inſtincte der ſchädlichen Thiere, welche ihre Beute zu ergattern trachten, begriff er, daß er ſeinen Beſuch nicht ausdehnen durfte, und er ging ab mit einem Erguſſe von Dankbarkeit und Artigkeit, der vollends Rétif unterjochte und beinahe Ingénue beruhigte, an welche abgehend ein ehrerbietiges Lä⸗ cheln gehüllt in eine tiefe Verbeugung zu richten er ſich befugt glaubte.

XXXIII. Der Verwundete und ſein Arzt.

Wir können nun zum armen Chriſtian zurückkeh⸗ ren, den gefällige Arme, die ſich von hundert zu hun⸗ dert Schritten ablöſten, nach dem Marſtalle von Artois unter Führung des breitſchulterigen Mannes trugen, in welchem unſere Leſer ſchon Danton erkannt haben.

Einige Fackeln wurden dem Zuge vorangetragen; Geſchrei von Weibern und Aufrufe an das Mitleid, wenn nicht zu den Waffen, antworteten auf die Seufzer des Verwundeten.

Jeder trat hinzu, um in der Nähe den jungen Mann mit den ſchwarzen Haaren, mit den bleichen Wangen, mit den feinen Zügen zu ſehen, deſſen ver⸗

wundeter Schenkel eine Woge Blutes bei jeder Be⸗

wegung der Tragbahre entſtrömen ließ.

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