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„Herr Pfarrer,“ ſprach Rétif ein wenig erröthend, „die Suppe eines ehrlichen Mannes empfiehlt ſich durch ſich ſelbſt; wir fangen eben an zu ſpeiſen, und
es iſt heute nicht Freitag.“
„Ich danke,“ erwiederte der Pfarrer,„ich danke, mein lieber Herr Rétif.“
„Nehmen Sie an, Herr Pfarrer,“ ſagte Ingénue mit ihrer ſanften Stimme.
„Ah! meine liebe Demoiſelle,“ antwortete der Pfarrer,„glauben Sie, daß ich mich nicht bitten laſſe.“
„Ich weiß wohl, daß das Mahl mittelmäßig iſt,“ fuhr Rötif lächelnd fort.
„Ganz und gar nicht, ganz und gar nicht,“ rief der Pfarrer, die durch den Dampf der Suppe ver⸗ dickte Atmoſphäre einſchlürfend;„dieſe Suppe hat im Gegentheile einen vortrefflichen Geruch, und ich werde Ihnen meine Haushälterin Jacqueline ſchicken müſſen, damit ſie Sie fragt, wie Sie dieſelbe ma⸗ en
„Nun wohl alſo, Herr Pfarrer...“
„Ich habe ſchon zu Mittag gegeſſen,“ unterbrach dieſer.
Ingénue lächelte.
„Oh! Herr Pfarrer, lügen Sie nicht,“ rief ſie: „als Sie mein Vater neulich beſuchte, war es halb ein Uhr, und Sie hatten noch nicht geſpeiſt! Sie ſagten ihm ſodann, Sie ſpeiſen nie vor ein Uhr; heute hat es kaum zwölf Uhr im Seminar geſchlagen.“
„Nun wohl,“ erwiederte ebenfalls lächelnd der Pfarrer,„ich werde nicht lügen, meine ſchöne De⸗ moiſelle, da Sie mir hierüber ſo artig einen Vor⸗ wurf machen.“
Dumas, Ingénue. IM. 9


