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„Das wollte ich eben die Ehre haben, Ihnen zu ſagen,“ erwiederte Rétif.„Ich erzählte Ihnen vor⸗ hin, der arme Junge ſei mit Sack und Pack über⸗ gegangen. nein, im Gegentheile, er iſt ohne Sack und Pack ausgeriſſen; denn der redliche Junge wollte nichts von dem nehmen, was ihm beim Prinzen ge⸗ hörte! Er iſt alſo arm, er hat alſo Hunger, er will alſo arbeiten und die Taufe des Patriotismus voll⸗ ſtändig empfangen!“
„Bravo!“ rief Santerre, die abgerundete Phraſe von Reétif beklatſchend;„bravo! dieſer Burſche darf nicht Hungers ſterben: ich adoptire ihn!“
„Wahrhaftig?“ ſagte Rétif.
„Ich nehme ihn als Arbeiter an,“ fuhr Santerre fort;„ich laſſe ihn einen Thaler täglich verdienen und gebe ihm die Koſt! Wetter! was das Aufſehen im Faubourg machen wird! wie die Ariſtokraten knurren werden!“
Bei dieſen Worten von Santerre fühlte Réveil⸗ lon, welche untergeordnete Rolle er ſpielte, und er beſchloß, wieder ein wenig die Oberhand zu gewin⸗ nen, die er bei dieſer Sache verloren hatte.
Santerre drückte ihn zu Boden, und ein Firniß von Unbürgerlichkeit war nicht ſchmeichelhaft im Faubourg zu tragen.
„La la!“ ſagte er, plötzlich ſich der unheilvollen Prophezeiung erinnernd, die ihm Santerre in Betreff ſeiner Tapeten gemacht hatte;„wie Sie ſich erhitzen!“
„Oh! ich bin kein Lauer!“ erwiederte Santerre.
„Ei! mein Lieber, verſtändigen wir uns ein we⸗ nig,“ ſprach Réveillon,„ich bin nicht lauer als Sie, handelt es ſich darum, ſich als rechtſchaffener Mann


