Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

110

Das iſt ein Schuft! das iſt ein Böſewicht! rief Santerre:er hat auf das Volk ſchießen laſſen. Ei! das Volk, das ſich empört, iſt nicht mehr

das Volk, entgegnete Réveillon. e weil Sie reich ſind, wollen Sie für ſich al

das Recht bewahren, eine Meinung zu haben und ſie zu ſagen, und weil man arm iſt, müßte man Alles erdulden, ohne ſich je zu beklagen oder ein wenig zu empören? Gehen Sie doch!

Man ſoll nicht, dem König und dem Geſetze zum Trotze, die öffentliche Ruhe ſtören, das ſage ich.

Réveillon! Röveillon! rief Santerre;mein Freund, ſagen Sie nicht ſolche Dinge!

Ei! ſoll ich nicht ſagen, was ich denke? Nein, beſonders nicht vor Ihren Arbeitern. Und warum nicht?

Weil ſie früher oder ſpäter Ihre Tapeten in Brand ſtecken werden, verſtehen Sie?

Nun wohl, haben wir an dieſem Tage noch das Glück Herrn Dubois als Ritter von der Wache zu beſitzen, ſo wird er mit ein paar Rotten kommen und auf ſie ſchießen laſſen, wis er auf dieſe ganze Canaille vom Pont⸗Neuf und von der Place Dau⸗ phine ſchießen ließ.

Teufel! Teufel! murmelte Rétif,mein Freund Réveillon iſt noch weniger von der Bewegung, als ich glaubte, und hätte er ſich, wie Ingénue und ich, mitten unter den Flintenſchüſſen befunden, hätte er die Verwundeten wegtragen ſehen, hätte er die Todten gezählt.

Während Réveillon halblaut dieſe Reflexion machte, ſchrie Santerre, der nicht der Mann war, um ſich