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die, obgleich ſie immer mehr zunahm, am Ende auf die Gleichgültigkeit auslaufen mußte.
In Erwartung der Dinge, lebte man traurig im Hauſe Rétif. Es iſt immerhin eine Zerſtreuung für einen Mann, auf der Straße angehalten, und für ein Mädchen, entführt zu werden, und hat man keine andere, ſo fehlt dieſe ſehr.
Mittlerweile ließ ſich eines Abends, als der gute Rétif eben von ſeinem Boden herabſtieg,— wo er zum Trocknen auf Schnüren einige friſch gedruckte Blätter von ſeinen Pariſer Nächten aufgehängt hatte,— der wackere Pfarrer Bonhomme, unter dem Paſſe ſeines Namens, beim Romanendichter, ſeinem Nachbar, melden.
Rétif war Philoſoph und, wie alle Philoſophen jener Zeit, ein wenig Atheiſt: ſein Verkehr mit den Prieſtern des Quartiers war alſo etwas äußerſt Sel⸗ tenes, und er ſtand mit der Kirche nur in Berüh⸗ rung durch ſeine Tochter Ingénue, welche am Vor⸗ abend von jedem der vier großen Feſttage des Jah⸗ res einem alten Pfarrer des Kirchſpieles, dem ehe⸗ maligen Gewiſſensrathe ihrer Mutter, beichtete.
Als er ſeine Tochter den Pfarrer Bonhomme melden hörte, war es alſo Rétif erlaubt, zu glauben, es handie ſich ganz einfach um ein frommes Werk; er hatte gerade kein Geld und rechnete auf ſeinen Buchhändler für eine Einnahme von fünfzig Livres.
Er empfing auch den guten Pfarrer auf eine verdrießliche Weiſe: als hoffärtiger Schriftſteller, den eine indiscrete Bitte auf friſcher That der Armuth ertappt hat.
Es war noch viel ſchlimmer, als der Pfarrer


