98
dahin bringen, daß er Ihnen verzeiht... und dann...7
„Dann, o mein Vater! ſind Sie ein Wohlthäter, welchen auf meinen Weg geſchickt zu haben ich Gott danken werde! Sie werden der Engel des Guten ſein, der in mir den Dämon des Böſen beſiegt hat!“
„Gehen Sie im Frieden, mein Sohn!“ ſagte der Prieſter mit einer erhabenen Selbſtverleugnung,„ich werde thun, was Sie wünſchen.“
Auger warf ſich vor dem würdigen Manne auf die Kniee, bemächtigte ſich ſeiner Hand, küßte ſie gegen ſeinen Willen, und entfernte ſich, die Arme zum Himmel erhebend.
XXX. Rétif und Ingénue verzeihen.
Während Auger dem Pfarrer des Kirchſpieles Saint⸗Nicolas-du⸗Chardonnet beichtete, wünſchten ſich Röétif und ſeine Tochter Glück, daß ſie gegen den ſchlimmen Emmiſſär geſiegt hatten.
Auger entfernt haben war viel; es blieb aber noch Chriſtian zu bekämpfen.
Chriſtian, obgleich fern, ſchien in der That und mit Recht Rétif der gefährlichere Gegner zu ſein.
Chriſtian oder vielmehr der einfache Einfluß von Chriſtian hatte Ingénue gegen Auger beſtimmt... Nachdem Auger abgegangen, träumte Ingénue nur noch von Chriſtian.
Wir haben gehört, was ſie zu ihrem Vater in Betreff des Beſuches geſag den dieſer von Chriſtian


