Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Wer iſt es denn? fragte Auger mit einem äußerſt geſchickt geſpielten Erſtaunen.

Es iſt der Prinz, der Sie antrieb. Der Prinz hat ſie, ſeine Rolle vergeſſend, denn die Prinzen haben eine Obliegenheit für die Seelen, in das Verbrechen geſtürzt, um eine Zerſtreuung mehr zu haben! Jede Laune der Großen koſtet uns, uns Kleinen, entweder ein Theilchen von unſerer Ehre, oder ein Krümchen von unſerer Glückſeligkeit: ſie mäſten ſich mit unſerem Blute und löſchen ſich den Durſt mit unſeren Thränen... O mein Gott! fuhr er fort, den Herrn in dem allgemein zu jener Zeit angenommenen Style anredend, für welchen Rouſſeau den Geſchmack gegeben hatte,o mein Gott! haſt Du denn die mächtigen Menſchen nur ge⸗ macht, um die Schwachen zu verſchlingen? o mein Gott! wann wird denn der trotz der Verheißun⸗ gen Deines Sohnes ſo lange erſehnte Tag kommen, wo die Schwachen durch die Starken beſchützt ſein werden?

Hierauf ſchwieg er, obgleich fortgeriſſen durch ſeine Gemüthsbewegung, weil der wackere Pfarrer, ſo ſehr er auch Patriot war, ſich nicht zu ſtark com⸗ promittiren wollte; denn hätte am Ende der Herr Graf von Artois dieſe große Strenge erfahren, ſo konnte er ihm bedeutend beim Tribunal der Pfrün⸗ den ſchaden.

Geſtehen wir indeſſen, daß er ſeine Prieſterpflicht, und zwar viel beſſer, als viele Andere, gethan hatte.

Auf, auf! ſprach er zu Auger,weinen Sie nicht mehr! Ihre Schuld iſt ungeheuer, doch Ihre Reue iſt ſo groß, daß Sie mich gerührt haben..