Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Herr Pfarrer, der einzige, der wahre Mörder, ich, der ich den Unglücklichen gezwungen habe, den Kampf zu beginnen, ich, der ich das Verbrechen herausge⸗ fordert habe!

Und indem er dieſe Worte ſprach, überließ ſich Auger auf der Bank des Pfarrers der heftigſten, der bezeichnendſten Pantomime.

Das war ein erſchrecklich anzuſchauender Schmerz.

Der Pfarrer war niedergeſchmettert; er fühlte, was Alles Schändliches dieſe durch die Seufzer und die Thränen verſtümmelte Erzählung enthielt; er be⸗ klagte das geſchehene Böſe, und mit einem redlichen Sinne und einer lobenswerthen Feſtigkeit des Herzens dankte er Gott, daß er noch mehr Unglück verhin⸗ dert, als er geſtattet habe.

Auger, der im Geiſte des Pfarrers beſſer las, als der Pfarrer ſelbſt, ließ ihn dieſe Berechnung machen, und geberdete ſich fortwährend verzweif⸗ lungsvoll.

Der Pfarrer unterbrach ihn und ſagte:

Ihr Schmerz iſt begreiflich, und dennoch geſtehe ich Ihnen, daß ich Sie minder ſtrafbar finde, als ich befürchtete.

Ah! rief Auger mit tiefem Ausdrucke,ſagen Sie mir auch die Wahrheit, mein Vater?

Ich ſpreche zu Ihnen im Namen des Herrn, mein Sohn, und wie es der Herr ſelbſt thun würde.

Iſt das möglich, und hätte ich das Glück, daß für mich noch Barmherzigkeit auf dieſer Welt wäre?

Gott bietet Ihnen, wenn nicht die volle Ver⸗ zeihung, doch wenigſtens den Troſt an. Doch ich habe Sie noch zu befragen.