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Der Pfarrer horchte; er war auf Alles vorbe⸗ reitet.
„Nun,“ fuhr Auger fort,„nun kam der Augen⸗ blick, wo ich, nachdem ich mit der Liſt und der Ueber⸗ redung geſcheitert war, durch die Gewalt ſiegen wollte.“
Der Prieſter ſchaute ihn mit einer neuen Ban⸗ gigkeit an.
„Ich beſchloß, das Mädchen zu rauben.“
„Mein Gott!“
„Ich gewann für dieſes Project einen von mei⸗ nen Freunden, einen kräftigen, entſchloſſenen Mann, welcher einwilligte, ſich des Vaters zu bemächtigen, während ich die Tochter entführen würde... 2h! Herr Pfarrer! Herr Pfarrer! der Angriff geſchah...“
„Ein Hinterhalt?“
„Auf offener Straße! das Blut floß!...“
„Blut?“
„Der Angriff koſtete einem Menſchen das Leben...“
„Ein Mord?“.
„Das iſt das Verbrechen, Herr Pfarrer; das iſt das gräuliche Attentat, deſſen ich mich ſchuldig ge⸗ macht habe; und da die Gerechtigkeit der Menſchen, die mich bis jetzt vergeſſen, ſich erinnern kann; da ich nicht auf einem Schaffot ſterben will, ſo bin ich entſchloſſen, Gott meine Seele anzubieten,— befreit, wie ich hoffe, durch die Abſolution, die Sie mir in Berückſichtigung meiner Reue geben werden.“
Der Ausdruck von Auger war ſo pathetiſch, ſeine flehenden Geberden hatten ſo viel Beredtſamkeit, ſeine Thränen bezeichneten ſolche Gewiſſensbiſſe, daß der würdige Pfarrer nicht mehr widerſtehen konnte; es


